Bericht des Herzens

Hallo ihr Lieben,

mein Name ist Elissa Christen und ich möchte heute mit euch meine Erfahrungen teilen, die ich während meiner 4-Wochen-Intensiv-Yogalehrerausbildung bei Yoga Vidya in Horn-Bad Meinberg gemacht habe. Ich freue mich darüber diese Erfahrung mit euch teilen zu können.

Eine Weisheit die ich gelernt habe

Die Erfahrungen die wir erleben, passieren dort wo wir unsere Aufmerksamkeit hinlenke!

Ich habe in meiner Zeit hier, viel Aufmerksamkeit auf die Lösung einiger Schwierigkeiten in meinem Leben gelenkt und Erfahren, um so mehr Aufmerksamkeit ich ihnen schenkte um so weniger klar wurden sie. Um so mehr ich mich anstrengte Dinge los zu lassen desto mehr Gedanken kreisten um jene Themen.

Meine Ankunft

Als ich im Ashram ankam merkte ich wie schwer es mir viel mich auf die kommenden Veränderungen einzulassen. Ich erwischte mich immer wieder dabei, wie ich mich dagegen wehrte Dinge auf mich wirken zu lassen und anzunehmen. Ich wusste, dass ich als veränderter Mensch nach vier Wochen im Ashram nach Hause zurück kehren würde. Diese Veränderung war von mir gewünscht, aber sie machte mir auch Angst, denn Freunde und Familie könnten sie vielleicht nicht verstehen. Der Drang  nach Erkenntnissen und Klarheit in meinem Inneren war stärker als jeglicher Zweifel und so lies ich mich einfach darauf ein, egal was auch immer da kommen würde. Mich zu erinnern wie ich mich in der ersten Woche im Ashram gefühlt habe ist nicht so einfach, denn ich habe mittlerweile ein anderes Verständnis für mein Inneres und zu anderen Menschen als ich es zu Anfang hatte. Ich glaube ich befand mich in einem großen Verwirrungszustand in dem ich mich in meine Gedanken und Phantasien flüchtete. Ein Muster wessen ich mir nach und nach immer bewusster wurde.

Der Weg der zu beschreiten war

Vor meiner Zeit im Ashram konstruierte ich Situationen und Wünsche in meinem Kopf um nicht in der Realität sein zu müssen. Ich baute mir so eine Welt auf, die perfekt und wundervoll war. Ein idealer Rückzugsort um nicht in der realen Welt anwesend sein zu müssen und sich der Wirklichkeit entziehen zu können. Es machte mich abwesend, verträumt und unachtsam in meinem eigenen Verhalten. Die Meditation zeigte mir wie sehr ich in diesem Verhaltensmuster fest steckte, denn es viel mir leichter die Zeit zu überbrücken, wenn ich mich voll und ganz in meine Kopfwelt versinken lassen konnte. Dies war allerdings nicht der Zustand in dem ich sein sollte/wollte. Oftmals wusste ich beim öffnen der Augen nicht mehr wo ich die letzten 20 Minuten gewesen war. Nicht bei mir, nicht in der Meditation, aber irgendwo anders. Konzentrierte ich mich auf meinen Atem oder ein Mantra verlor ich schnell die Geduld. Ich wollte doch endlich einmal in den Zustand der Meditation kommen. Geduld und Hingabe für das was man tut, ist hier ein Weg den ich lernen muss. Denn durch Wollen oder Erzwingen eines Zustandes, wird sich dieser niemals zeigen. Nach vier sehr intensiven Wochen fällt es mir nicht immer leicht mich auf die Meditation einzulassen, doch kann ich nun damit umgehen und weis, Übung macht den Meister.

Schmerz und Trauer

In den darauf folgenden Wochen gab es natürlich Höhen und Tiefen und vor allem aus den Tiefen durfte ich lernen. Schmerz und Trauer werden so oft als eine Schwäche von uns Menschen gesehen, aber wer realisiert, dass durch diese beiden Eigenschaften Heilung einzutreten vermag, der wird merken wie leicht das Leben sein kann. Die Trauer und der Schmerz verdrängen die Fröhlichkeit und Liebe in unserem Leben. Inneren Schmerz zu erfahren, war in meinem Leben normal, damit möchte ich nicht sagen, dass ich ein schlechtes Leben hatte/habe, doch gibt es Menschen die von Natur aus fröhlich sind. Jeder Schicksalsschlag kann ihren Optimismus nicht schmälern und Menschen die von Natur aus niedergeschlagener sind, egal wie gut ihr Leben war oder ist, sie werden immer tief in sich Trauer erfahren. Lange glaubte ich diese Trauer gehört zu mir, meinem Wesen, meiner Natur und ist das Päckchen, welches ich zu tragen habe. Natürlich bin ich ein glücklicher Mensch und zufrieden mit dem was mir das Leben geschenkt hat, doch wenn ich tief in mich hinein hörte war da immer Schmerz und Trauer.

Der innere Wandel

Dieses Gefühl hat sich nach einem intensiven Erlebnis gewandelt. Ich konnte zum ersten Mal in mich hinein fühlen und pure, wahre Freude empfinden ohne einen komischen Beigeschmack. Ich ertappe mich jetzt manchmal noch, wie ich nach diesem Gefühl suche und natürlich machen mich Dinge traurig. Nur in meinem Inneren weis ich, der Schmerz ist nicht meiner, er ist die Wirkung eines Ereignisses. Sind wir also Aufmerksam auf das was in unserem Inneren passiert, erfahren wir unsere Gefühle und tiefsten Wünsche, lernen uns selbst besser kennen und können uns von Verhaftungen lösen. Richten wir die Aufmerksamkeit auf den Moment in dem wir uns befinden, erfahren wir das Sorgen und Ängste nur existieren, weil wir uns nicht im Jetzt befinden. Dazu möchte ich einfach folgendes sagen

In jedem Moment kann alles geschehen und die Angst davor verhindert es nicht!

Während meiner wundervollen Yogalehrerausbildung erfuhr ich mich Selbst, Liebe und wertvolle Momente.  Dies eröffnete mir die Möglichkeit mit vielen Erkenntnissen nach Hause zu fahren. Die Dankbarkeit die ich dabei meinen Lehrern und der Gruppe gegenüber empfinde ist unbeschreiblich stark. Ich bin froh um so viele tolle Verbindungen die ich erfahren durfte und um die Gemeinschaft, die durch die spirituellen Erfahrungen entstanden ist.

Auf Wiedersehen

Nun ist es so weit und ich fahre wieder in die Heimat. Dies macht mich schon ein wenig traurig, aber ich fahre nicht ohne diese innere Erkenntnis etwas bedeutungsvolles für mein Leben gelernt zu haben. Mein Aufenthalt bei Yoga Vidya war für mich eine ganz besondere Bereicherung die ich mein ganzes Leben lang nie vergessen werde. Fort von Trauer und Schmerz hin zu Sat – Chit – Ananda (Sein – Wissen – Glückseligkeit).

Vielen lieben Dank für deine Aufmerksamkeit, eure Elissa.

Von | 2017-05-04T12:03:38+00:00 Mai 4th, 2017|Erfahrungsberichte|0 Kommentare

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