Warum du dankbar sein solltest für eine Krise

Eine kleine persönliche Geschichte:

Ich konnte in letzter Zeit aufgrund eines komplizierten Zehenbruches keinen Sport machen. Insgesamt waren dies ungefähr 8 Wochen… Anstatt mich darüber jedoch zu ärgern, wie ich es früher immer getan hätte, da ich normalerweise absolut verhaftet bin was den Sport anbelangt, versuchte ich diese Auszeit in Sachen Sport kreativ zu nutzen. So konnte ich mich zum Beispiel darum kümmern mir weiteres Wissen in Anatomie beizubringen, mich von anderen tollen Menschen inspirieren lassen, meine entspannende Yogapraxis intensivieren und auch meine Meditationen vertiefen.

Deine Einstellung ist wichtig:

Ich möchte dir damit nur versuchen zu verdeutlichen, dass eine „Krise“ nicht unbedingt immer eine „Krise“ sein muss. Es kommt immer nur drauf an was man daraus macht. Versuche deine nächste Krise einfach positiv zu sehen. Sie kann auch einfach nur ein Zeichen vom Universum oder Gott sein, dass du anfangen sollst andere Dinge in deinem Leben aufzugreifen. Vielleicht schwebt dir etwas anderes schon länger im Kopf rum, aber du hast bisher keine Zeit gefunden dich damit auseinander zu setzen? Vielleicht ist der Bereich in dem du die Krise hast auch eigentlich gar nichts für dich? Ich z.B. fing an mich zu fragen, ob der Laufsport, den ich in letzter Zeit betrieb, überhaupt wirklich das Richtige für mich ist oder ob ich das eigentlich nur mache, weil zu der Zeit einfach JEDER in meinem Umfeld Laufsport betrieb? Vielleicht möchte ich viel lieber einen anderen Sport machen, wenn ich wieder gesund bin? Einen, der mir mehr Spaß macht. Nutze diese Zeit um dir dessen bewusst zu werden und überlege, ob du das überhaupt weiter verfolgen möchtest oder ob dein Leben ganz einfach eine andere Richtung annehmen soll?

Eine Unterhaltung mit Gott:

Auch kann es doch einfach sein, dass das Universum oder Gott, je nachdem an was Du glaubst, etwas Anderes, Besseres für dich vorgesehen hat? Dazu gibt es eine schöne kleine Geschichte, die ich hier gerne mit dir teilen möchte (auch hier kannst du statt Gott, einfach Universum einsetzen, der Kern der Geschichte verändert sich dadurch nicht):

Ich: „Gott, kann ich dir mal eine Frage stellen?“
Gott: „Sicher.“

Ich: „Versprich mir, dass Du nicht sauer wirst?“
Gott: „Ich verspreche es.“

Ich: „Warum hast du mich heute so oft enttäuscht?“
Gott: „Was genau meinst du?“

Ich: „Nun, ich bin zu spät aufgewacht!“
Gott: „Ja.“

Ich: „Dann konnte ich mein Auto nicht starten. Ich habe die Zündkerzen wechseln müssen und bin fast zu spät zur Arbeit gekommen.“
Gott: „Okay.“

Ich: „Mittags, in der Werkskantine, machten sie mein Sandwich falsch und ich musste auf das zweite Sandwich warten – ich hasse es, zu warten.“
Gott: „Hmmm…“

Ich: „Als ich auf dem Weg nach Hause war, ging mein Handy kaputt, genau zu dem Zeitpunkt, als ich gerade einen Anruf bekam.“
Gott: „Alles klar.“

Ich: „Und dann, als ich nach diesem miesen Tag endlich nach Hause kam, wollte ich meine Füße in mein neues Fußmassagegerät stecken, um zu genießen und entspannen. Aber das neue Gerät hat einfach nicht funktioniert! Nichts ging heute richtig und gut! Warum hast Du das zugelassen?“

Gott: „Lass mich mal sehen… Der Todesengel war heute Morgen an deinem Bett und ich habe meinen Engel zu dir gesandt, dass er für dein Leben kämpft… …und ließ dich währenddessen schlafen…“
Ich (demütig): „Oh!“

Gott: „Dann habe ich zugelassen, dass dein Wagen nicht gestartet ist, weil ein betrunkener Autofahrer unterwegs war… …genau auf deiner Strecke… …und du ihm deshalb nicht begegnet bist, weil du später gefahren bist.“
Ich: (schämte mich)

Gott: „Die Person, die dein Sandwich heute gemacht hat, war krank und ich wollte nicht, dass du die Krankheit bekommst, die sie hat. Ich wusste, du kannst es dir nicht leisten, krank zu werden und nicht zur Arbeit zu kommen.“
Ich (verlegen): „Okay.“

Gott: „Das Telefon war kaputt, weil die Person, die dich anrief, ein falsches Zeugnis geben würde über das, was du gesagt hättest. Und ich wollte einfach nicht, dass man deine Aussagen verfälscht. So habe ich erst gar nicht das Gespräch zustande kommen lassen.“
Ich (leise): „Ich verstehe, Gott.“

Gott: „Oh… …und das Fußmassagegerät hatte einen technischen Fehler und hätte alle Sicherungen im Haus durchknallen lassen. Ich dachte, du wolltest lieber nicht den ganzen Abend im Dunkeln sitzen.“
Ich: „Es tut mir Leid, Gott.“

Gott: „Es muss dir nicht leid tun – du musst nur lernen, mir zu vertrauen… in allen Dingen, ob sie nun gut laufen oder schlecht.“
Ich: „Ich werde dir vertrauen.“

Gott: „Und zweifle nicht, dass mein Plan für den Tag immer besser ist als dein Plan.“

Ich: „Ich will nicht zweifeln, Gott. Und lass mich noch sagen, Danke für alles heute!“

Gott: „Du bist willkommen, mein Kind. Es war nur ein weiterer Tag, dass ich dein Gott bin – und ich liebe es, nach meinen Kindern zu schauen!“

Was du tun kannst:

Versuche „Krisen“ lieber einfach anzunehmen und nicht sie weg zu schieben. Alles passiert aus einem bestimmten Grund und nur dadurch, dass du dich gegen sie wehrst, werden sie nicht verschwinden. Im Gegenteil: Du verstärkst sie eher noch, indem du deine ganze Aufmerksamkeit auf sie lenkst.

Auch kannst du aus einer kritischen Zeit unglaublich viel lernen. Du nimmst einiges mit was du in Zukunft anders machen kannst und fängst an an dir zu arbeiten. Anstatt dich darüber zu ärgern, sei dankbar dafür. Dankbar dafür, dass du wieder etwas lernen durftest und dass du in Zukunft stärker sein wirst. Ich weiß, dass es gerade am Anfang einer Krise nicht leicht ist sie so zu akzeptieren wie sie ist. Gib dir alle Zeit, die du brauchst, um damit klar zu kommen. Wenn du deine Situation mit etwas Abstand betrachten kannst, versuche das Positive daran zu erkennen und konzentriere dich voll und ganz darauf! Und denke immer daran: Nichts im Leben geschieht ohne Grund! 😉

Wie gehst du am besten mit einer Krise um? 🙂 Vielleicht kann dir ja eines unser zahlreichen Seminare dabei helfen deine nächste Krise zu bewältigen?

2017-07-01T20:47:20+00:00

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