Warum Facetten des ethischen Umgangs mit anderen dich Alles hinterfragen lassen

Im Yoga spricht man beim ethischen Umgang mit anderen von den sogenannten Yamas. Diese Yamas legen sozusagen die Grundlage für soziales Verhalten. Im folgenden möchte ich euch die 5 Prinzipien benennen und näher bringen:

Das erste Prinzip: Ahimsa – Nicht verletzen

Ahimsa ist eines der wichtigsten Prinzipien im Yoga. Es bedeutet, ein Leben in völliger Gewaltlosigkeit zu führen. Die Art und Weise wie wir andere Menschen behandeln, wie wir uns selbst behandeln, was wir sagen und was wir denken hat einen großen Einfluss auf unser Leben. Entscheidet man sich für ein yogisches Leben so bildet Ahimsa die Grundlage.

Das zweite Prinzip: Satya – Nicht lügen

Satya bedeutet wahrhaftig und aufrichtig zu sein. Hierzu gehört auch das Vermeiden von Übertreibungen, keine Heucheleien und keine Falschheit an den Tag zu legen. Manchmal kann die Situation auftreten, dass ich mit der Wahrheit jemanden verletze. Hier gilt es abzuwägen und sich tief im Innern die Frage zu stellen, ob ich das nun wirklich so mitteilen muss. Im Zweifel würde man sich eher für das Prinzip Ahimsa entscheiden. Oftmals ist hier das berühmte Fingerspitzengefühl gefragt.

Das dritte Prinzip: Asteya – Nicht stehlen

Asteya bedeutet wörtlich genommen soviel wie „nichts unrechtmäßig von anderen zu nehmen“. Es steht auch für das Respektieren von Eigentum und Beziehungen anderer Menschen. Man kann Asteya aber auch so interpretieren, dass wenn man in einer Schlange an einem Buffet steht, man sich wirklich nur so viel nimmt wie man braucht, sodass der Letzte in der Schlange auch noch etwas bekommen kann.

Das vierte Prinzip: Brahmacharya – Nicht Energie verschwenden

Brahmacharya kann wörtlich übersetzt werden als „Achara“ (Verhalten), das zu „Brahman“ (das Absolute) führt. Man kann es als Regulieren und Halten der eigenen Lebensenergie verstehen. Dies kann z.B. durch sinnliche/sexuelle Mäßigung erfolgen. Anders ausgedrückt ist es die geistige Konzentration und Transformation zum Göttlichen.

Das fünfte Prinzip: Aparigraha – Nicht Besitz anhäufen

Aparigraha ist die Abwesenheit des Verlangens zu Besitzen. Man könnte also sagen Aparigraha steht für Bescheidenheit und Genügsamkeit. Es sagt aus, dass wir nicht nach materiellem Besitz streben sollen. Dies führt zu einem Beenden von Abhängigkeiten und gibt uns somit mehr Zeit und Raum zur Erforschung des Sinns des Lebens.


Wie dir beim Lesen nun bestimmt aufgefallen ist, decken die Yamas eigentlich so ziemlich jeden Bereich unseres alltäglichen Lebens ab. Wenn du dich nun also dazu entschließt einfach mal für einen Zeitraum nach diesen Regeln zu leben, so wirst du so ziemlich jedes Verhalten anfangen zu hinterfragen. Ein tiefer Wunsch nach innerlicher Hinterfragung wird dich mehr und mehr zu einem bewussten Leben führen.

Experience You, oder einfach erlebe Dich und wenn du magst erzähl doch einfach mal wie es dir so ergeht während du nach den Yamas lebst 🙂 Hierfür kannst du einfach einen Kommentar hinterlassen. Wir freuen uns sehr über deine ganz persönliche Erfahrung!

Vortrag von Sukadev über die Yamas:

Von | 2017-06-22T11:00:00+00:00 November 13th, 2016|Yoga|0 Kommentare

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