Yogalehrer Ausbildung Tagebuch Tag 3

Und weiter geht es mit dem 3ten Teil unseres Erfahrungsberichtes. Viel Freude beim lesen ????

Die Zeitabsprache mit meiner Zimmernachbarin (die auch 4 Wochen bleibt) klappt gut, so das ich morgens genug Zeit hab in Ruhe zu Duschen etc.. an diesem Morgen bin ich allerdings mit einer grausamen Migräne und Übelkeit aufgewacht. Mir ging es richtig bescheiden und als Maßnahme habe ich mir erstmal eine Eisen-;eine Magnesium- und eine Johanniskrauttablette eingeschmissen, frei nach dem Motto:“ Viel hilft viel“! Aus meiner Erfahrung wusste ich, das es so eigentlich nie geht und so war es auch diesmal. Ich quälte mich in der Meditation und beim Mantra singen, versuchte mir aber ein zu reden, das gerade Meditieren und Mantra Singen jetzt besonders heilsam für mich sein müsste. Ausserdem hatte ich die hundertprozentige Anwesenheitspflicht im K opf. Eine Stimme in mir mahnte:“Komm schon, es geht noch“! Atme, Atme!“ Da in den Yogaräumen besonders darauf geachtet wird, das der Teppich nicht mit Tee oder anderen farbigen Getränken beschmutzt wird, entschloss ich mich kurzer Hand, den Raum zu verlassen und mich lieber auf der Toillette zu übergeben. Auch danach ging es mir nicht viel besser. Mein Kopf hämmerte und tausend Stimmen redeten wirr auf mich ein. Jetzt hatte ich es nicht mehr in der Hand, weil der Schmerz nicht mehr auszuhalten war. Bei Amrita, die heutemorgen bei uns den Vortrag hielt meldete ich mich ab und Tränen flossen plötzlich heiß über mein Gesicht. „Ärgerst du dich gerade über einen Zustand?“ fragte sie. Ja, ich ärgerte mich über mich selbst, das ich nicht so funktionierte wie ich es wollte, wie es vielleicht sein sollte, so wie es die anderen taten. Nun war aber erstmal alles egal und ich legte mich schlafen. In jedem Fall wollte ich um 14:00 Uhr zum nächsten Vortrag wieder fit sein, also ging „mein Projekt“, „ich selbst“ nach dem schlafen weiter und ich versuchte zu erspüren, was jetzt gut für mich wäre. Es folgte, eine kurze Saunaeinheit; ein paar Bahnen im Schwimmbad und viiieele Tränen. Danach ging es mir schon viel besser und ich konnte gespannt dem Vortrag um 14:00 Uhr lauschen. Heute ging es um die Vedanta Philosophie. Um 16:00 Uhr war wieder Yoga angesagt und wir leiteten uns gegenseitig Kapalabathi und die Wechselatmunng an. Das hat richtig Spaß gemacht und ich freu mich darauf es auch mal so easy und flüssig wie Kay (einer unserer Ausbilder) zu machen. Ich bin dankbar für die lieben Menschen in meiner Gruppe. Viele haben sich nach meinem Wohlergehen erkundigt und auch Kay und Rama(der zweite im Bunde) waren voller liebevollem Verständniss für meine Situation und haben „Das Drama“ raus genommen. ????

All der Druck, all das „Müssen“ konnte ich heute los lassen . Denn, wofür das ganze? Wofür die Migräne? Egal was die Menschen um mich herum für eine Vorstellung haben, als was oder wer ich wieder nach Hause komme nach der ausbildung, ob ich dann sofort Yoga unterrichte, „voll Shanti“ unterwegs bin oder nicht. Ich habe keine Ahnung und das ist auch gut. So kann ich mich offenen Herzens auf diese 4 Wochen einlassen und für mich praktizieren. Ich mache das hier für mich; für mein Selbst; in Selbstliebe.

Jetzt geht’s los ???? ich freue mich auf morgen.

Ps.: Mit Herz zu singen ist das Schönste was es gibt!!! ????

2017-06-29T12:47:58+00:00

Hinterlassen Sie einen Kommentar